Juli 10

Hamed Abdel-Samad – Europa und Islam – Wer wandelt wen?

Gehört der Islam zu Europa? Wie islamisch ist Europa? Wie europäisch der Islam? Wir gehen einen Schritt weiter und wagen die Fragestellung nach einer gegenseitigen Transformation: „Wer wandelt wen?“. Welche Rolle spielen die zentralen Texte, die Religion und die Kultur? Sind es die Mehrdeutigkeiten, auf die es ankommt, oder zentrale Werte? Welche Parallelen, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede würden zur Sprache kommen, oder transformiert? Hamed Abdel-Samad eröffnet die Islamkonferenz mit seinen Thesen und leitenden Fragestellungen, wie es Europa mit dem Islam und der Islam mit Europa halten kann.

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Juli 1

Innerhalb des Systems ist Moral keine berechenbare Größe.

Die Welt ist komplexer geworden die Marktwirtschaft ist an Bedingungen gebunden die sie nicht aus sich selbst heraus erzeugen kann. Viele Menschen haben deswegen schon aufgegeben oder sind orientierungslos. Es ist nicht so einfach wie die Neo-liberalen glauben, („wenn jeder an seinen eigenen Vorteil denkt ist für das Allgemeinwohl gesorgt“.) Niemand in unserer Gesellschaft wird deshalb besser bezahlt, weil er ein guter Mensch ist.

Eine Stimme macht keinen Unterschied

Die Parteien sind weitgehend stark ideologisiert, sehen sich aber selbst gar nicht so, man steht doch für das Gute ein und dazu gibt es keine legitime Opposition. Die Politischen-Gegner sind unmoralisch keine integren Politiker mit Argumenten und haben keine funktionalen Lösungen parat, sondern sind nur verachtende Netzwerke. So sieht ein Szenario aus, wenn ein Wahlkampf beginnt in endlosen Talkshow-Runden werden die Kontrahenten in den Mainstream-Medien aufeinander verbal losgehen, sich in Szene setzen und dabei peinlich genau darauf achten, die drei größten Gefahren von heute nicht anzusprechen. Die Explosion der sozialen Armut, die Gefahr einer Banken-Krise und die Bedrohung durch weitere Kriege. Nichts von alledem werden die Wahlkämpfer intensiv in den kommenden Monaten diskutieren. Stattdessen werden sie sich in Nebensächlichkeiten verlieren und inszenierte Scheingefechte liefern. Um jede Stimme werden sie hartnäckig kämpfen schließlich braucht man das Geld für die Parteienfinanzierung, denn die Möglichkeit besteht aufrecht während einer laufenden Legislaturperiode einen Abgeordneten abzuwerben mit einem endsprechenden Angebot. Kein Wort wird darüber fallen, dass die Bargeldabschaffung rasant voranschreitet, dass die Niedrig und Nullzinspolitik eine unaufhaltsame Lawine der Altersarmut in Gang gesetzt hat und dass derzeit ein internationaler Rüstungswettlauf stattfindet. Die Rolle der Politik besteht darin, der Finanzelite den Rücken freizuhalten, indem sie dem Volk deren Interessen als das eigene darstellt und die öffentliche Aufmerksamkeit, wenn nötig, auf Nebenschauplätze lenkt. Zum Lohn dafür erhalten Politiker Vergünstigungen und Privilegien, die von hohen Diäten über großzügige Luxuspensionen bis hin zu lukrativen Jobs in den Führungsetagen von Großkonzernen reichen. Nein bitte denkt jetzt nicht ich bin ein Ketzer der meint ihr sollt nicht wählen ich sehe das nicht so negativ wir lieben doch das Theater oder den Sportplatz wir treffen uns gerne mit Menschen auf einen Smalltalk und falls unser Rhetorischer-Held gewinnt haben wir wieder einen Grund zu feiern. Drah die net um die Stasi geht herum!

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Juni 17

Im Dialog: Michael Hirz im Gespräch mit Julian Nida-Rümelin

Die Aufnahme von Armutsflüchtlingen sei kein vernünftiger Beitrag zur Bekämpfung des Elends in der Welt, lautet eine der zentralen Thesen im neuen Buch des Philosophen und früheren Kulturstaatsministers Julian Nida-Rümelin. „Im Dialog“ spricht er mit Michael Hirz über offene Grenzen in Zeiten der Migration, die moralische Pflicht, Notleidenden zu helfen und über die Grenzen dieser Hilfe.

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Juni 10

Richard David Precht prophezeit ein Ende der Massentierhaltung

Richard David Precht prophezeit ein Ende der Massentierhaltung. In 20 Jahren wird sich die Mehrheit der Menschen von Kunstfleisch ernähren, sagte der Philosoph und Autor beim Zukunftsdialog Agrar & Ernährung der ZEIT und der agrarzeitung in Berlin.

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